Essen bis man satt ist

  
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Wenn man abnehmen will, braucht man nicht ständig hungrig sein. Ständiger Hunger verhindert sogar den Abnehmerfolg.

Es reicht, wenn man lernt, so viel zu essen, bis man satt ist.

Satt - aber nicht übervoll.

Viele Menschen haben verlernt, Sättigung zu spüren oder auf sie zu hören. Daher kann ein Umlernen notwendig werden.

Sättigung ist nicht das leicht schmerzhafte Gefühl, das entsteht, wenn der Magen bis zum Anschlag gefüllt ist. Wenn der "Ranzen spannt", hat man eindeutig zu viel gegessen.

Stattdessen ist Sättigung ein leichtes, sanftes Gefühl. Wenn man dazu neigt, zu viel zu essen, muss man deutlich in sich hinein fühlen, um es erkennen zu können.

Am Ende einer Mahlzeit hat sich die volle Sättigung noch nicht entfaltet. Es dauert etwa eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten, bis man die Sättigung vollständig wahrnimmt.

Daher hilft es, wenn man langsam isst. Man kann auch zunächst nur eine halbe Portion auf den Teller legen. Wenn man diese Menge gegessen hat, wartet man eine Viertelstunde ab und fühlt dann genau in sich hinein. Wenn man dann immer noch hungrig ist, kann man sich noch nachnehmen. In den meisten Fällen wird man jedoch inzwischen satt sein.

Ein bis zwei Gläser Wasser vor der Mahlzeit können auch dabei helfen, sich schneller satt zu fühlen. Das Wasser setzt schon mal Füllungssignale im Magen.

Etwas Hunger darf durchaus sein

Beim Abnehmen sollte man zwar nicht hungern und man darf sich bei jeder Mahlzeit satt essen, aber ein wenig Hunger vor den Mahlzeiten darf durchaus sein.

Wenn man etwa eine Stunde vor der nächsten Mahlzeit allmählich etwas hungrig wird, dann ist das genau richtig. Der Körper hat jetzt eine gute Gelegenheit, ein wenig von seinen Fettreserven zu zehren. Falls sie sich von dem leichten Hungergefühl gestört fühlen, dann reden Sie Ihrem Körper gut zu und erklären ihm, dass er über reichlich Fettvorräte verfügen kann. Meistens hilft das ganz gut gegen unerwünschte Hunger-Gefühle.

Der Hunger sollte nicht zu stark werden, bis es Zeit für die nächste Mahlzeit ist. Denn wenn man zu hungrig ist, dann isst man umso mehr.

Wenn man es nicht gewöhnt ist, vor einer Mahlzeit hungrig zu sein, dann muss man sich an dieses Gefühl erst einmal gewöhnen. Am besten übertreibt man es anfangs nicht.

Wer jedoch schon zahlreiche strenge Diäten hinter sich gebracht hat, kennt das Hungergefühl meistens sehr gut. Keine Sorge, es geht keineswegs um ständiges Hungern, sondern nur um ein wenig Hunger vor den Mahlzeiten.

Vergrößerter Magen

Bei vielen Übergewichtigen ist auch der Magen vergrößert, wenn sie über einen langen Zeitraum zu große Mengen gegessen haben. Diese Menschen haben große Schwierigkeiten, mit normalen Portionen satt zu werden.

Der Magen muss sich allmählich an kleinere Mahlzeiten gewöhnen und schrumpft dadurch nach und nach. Während dieser Umstellungsphase muss man jedoch mit häufigen Hungergefühlen rechnen. Mit kalorienarmen, großvolumigen Nahrungsmitteln wie Salat kann man den Magen zwar bei niedrigen Kalorien mehr anfüllen, aber der Magen soll ja gerade nicht vollständig gefüllt werden, sonst schrumpft er nicht.

Die Rückbildung des Magens dauert mindestens acht Wochen oder auch mehr, wenn er stark vergrößert war oder nur sehr langsam schrumpft.

Wenn der Magen dann wieder normal groß ist, kann man auch essen, bis man satt ist, aber nicht, bis man übervoll ist.

Keine Reste essen

Viele Frauen entwickeln sich zu Restverwertern für das Essen, das ihre Familie übrig lässt.

Damit kein Essen weggeworfen werden muss, essen sie die ganzen Reste der Mahlzeit auf.

Diese Verhaltensweise allein reicht völlig aus, um im Laufe der Jahre ein respektables Übergewicht aufzubauen und jeden Abnehmversuch zu behindern.

Auch wenn das Essen wertvoll ist, und woanders Menschen hungern, ist dies noch lange kein Grund, dass Sie sich deswegen dick essen.

Man muss nicht jeden Essensrest wegwerfen, wenn er nicht gegessen wird, obwohl man das natürlich tun kann.

Manche Essenreste kann man auch aufheben und bei der nächsten Mahlzeit oder am nächsten Tag noch einmal aufwärmen., aufbraten oder als Auflauf servieren.

Wenn man sehr oft mehr kocht als gegessen wird, lohnt es sich zu lernen, den Appetit der Familie besser einzuschätzen.













































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