Fehlende Eisprünge

  
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Damit im weiblichen Körper ein Ei heranreifen kann, werden Tag für Tag etwa 300 kcal verbraucht.

Dieser Kalorienverbrauch hilft Frauen in ihren fruchtbaren Jahren schlank zu bleiben.

Zu Beginn der Wechseljahre werden die Eisprünge immer seltener, bis es eines Tages überhaupt keine Eisprünge mehr gibt. Dies kann schon deutlich vor der letzten Blutung der Fall sein, denn es gibt auch Blutungen ohne vorhergehenden Eisprung.

Bei jedem ausfallenden Eisprung werden einen ganzen Zyklus über täglich 300 kcal weniger verbraucht als bei einem Zyklus mit Eisprung.

Das hat zur Folge, dass man während der Wechseljahre auch dann zunimmt, wenn man Ernährung und Lebensweise beibehält.

Allein diese täglichen 300 kcal können schon eine erhebliche Zunahme zur Folge haben.

Hier folgt eine kurze Berechnung der theoretischen Zunahme durch fehlende Eisprünge:

Ein Kilo Körperfett entspricht etwa 7000 kcal.

Wenn man von einem ganzen Jahr ohne Eisprünge ausgeht, dann sind das 300 kcal mal 365 Tage. Das ergibt 109.500 kcal und entspricht über 15 Kilo Körperfett.

In der Praxis kann man sich natürlich nicht auf diese 15 Kilo Fett verlassen, weil man ja nicht immer gleich viel isst und sich auch nicht immer gleich viel bewegt.

Unglücklicherweise sind die 300 kcal, die durch wegfallende Eisprünge fehlen, nur ein Teil der Faktoren, die in den Wechseljahren das Übergewicht fördern. Durch die gesamten anderen Faktoren, z.B. Hormonungleichgewichte kann es insgesamt zu einer noch erheblich höheren jährlichen Gewichtszunahme kommen.

Das Phänomen der Gewichtszunahme durch fehlende Eisprünge zeigt überdeutlich, warum es in den Wechseljahren so schwer fällt, das Gewicht zu halten oder gar abzunehmen.

Selbst wenn man beispielsweise täglich auf eine halbe Tafel Schokolade verzichtet (ca. 250 kcal), im Vergleich zu früher, nimmt man immer noch ein wenig zu, weil der Verzicht den fehlenden Kalorienverbrauch nicht vollständig ausgleichen kann.

Auch wenn man beispielsweise 5 mal wöchentlich eine Stunde locker Fahrrad fährt, reicht dies nicht aus, um die fehlenden Eisprünge auszugleichen, denn mit 300 kcal pro Stunde Radfahren bringt es pro Woche 600 kcal zu wenig Verbrauch. Daraus folgen immer noch über 4 Kilo Gewichtszunahme pro Jahr.

Man müsste, häufiger, länger oder intensiver Radfahren, um die fehlenden 300 kcal Energieverbrauch auszugleichen.

Alternativ könnte man das Radfahren und den Schokoladenverzicht kombinieren. Dann könnte man das Gewicht nicht nur halten, sondern auch etwas abnehmen.

Diese Berechnungen sind natürlich nur Beispiele.

Man kann seine Ernährung auch ganz anders umstellen und auf völlig andere Weise Sport treiben.

Auch hat sich gezeigt, dass detaillierte Berechnungen mit Kalorieneinsparung und eine daraus folgende Gewichtsänderungen in der Praxis meistens nicht exakt funktionieren. Aber sie können das grundsätzliche Prinzip aufzeigen.

Das grundsätzliche Prinzip für das Abnehmen in den Wechseljahren lautet: Weniger essen und mehr bewegen als in jüngeren Jahren.













































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