Getränke

  
Buch: Erfolgreich abnehmen in den Wechseljahren Diese Webseite gibt es auch als Buch und E-Book.
Erfolgreich abnehmen in den Wechseljahren bei Amazon...

Beim Abnehmen spielt nicht nur die feste Nahrung eine wichtige Rolle, sondern auch die Getränke.

Der Mensch braucht täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit, um gut funktionieren zu können. Wenn es heiß ist oder man durch Sport stark schwitzt, braucht man noch erheblich mehr Flüssigkeit.

Am besten deckt man den Flüssigkeitsbedarf vorwiegend mit Wasser, denn dann kann die Niere die Stoffwechsel-Abbauprodukte gut im Wasser lösen und ausscheiden.

Wenn man unter Wassereinlagerungen (Ödeme) leidet, beispielsweise geschwollene Füße oder einen aufgetriebenen Bauch, ist es übrigens ein Irrtum, wenn man hofft durch wenig Trinken, die Wassereinlagerungen abbauen zu können. Das Gegenteil ist der Fall. Nur wenn der Körper genug Wasser durch Trinken zugeführt bekommt, ist er bereit, das Gewebswasser auszuscheiden.

Man muss also reichlich trinken, um Ödeme abzubauen und zu verhindern.

Verschiedene Getränke sind unterschiedlich gut geeignet, wenn man abnehmen will.

Kaffee / Schwarztee

Kaffee und Schwarztee sind belebende Heißgetränke, die für viele Menschen ein unentbehrlicher Begleiter für den Start in den Tag sind. Manche Menschen trinken Kaffe und Schwarztee auch den ganzen Tag über.

Die belebende Substanz in beiden Getränken ist das Koffein. Es regt an, beschleunigt den Herzschlag und wirkt leicht harntreibend.

Die harntreibende Wirkung ist nicht der einzige Aspekt, der Kaffee und Teegenuss lange Zeit in die Kritik gebracht hat.

Durch die harntreibende Wirkung würden Kaffee und Tee dem Körper Wasser entziehen, heißt es. Damit ist gemeint, dass man mehr Flüssigkeit als Harn ausscheidet als man durch Kaffee und Tee trinkt.

Dieser Wasserentzug geschieht aber nur bei Menschen, die den Genuss von Kaffee und Tee nicht gewöhnt sind und plötzlich ein starkes koffeinhaltiges Getränk zu sich nehmen.

Wer hingegen regelmäßig koffeinhaltige Getränke trinkt, hat sich an die harntreibende Wirkung so gewöhnt, dass sie nur noch minimal auftritt. Man scheidet also nicht mehr Flüssigkeit aus als man trinkt.

Dennoch sollten Kaffee und Tee nicht die einzigen Getränke sein, die man zu sich nimmt, denn eine gewisse harntreibende Wirkung liegt auch bei Gewohnheitstrinkern vor. Außerdem werden Herz und Kreislauf belastet, wenn man zu viel koffeinhaltige Getränke trinkt.

Kräutertee

Menschen, die abnehmen wollen, wird gerne Kräutertee als optimales Getränk empfohlen.

Doch nicht jeder Kräutertee ist prinzipiell für alle Menschen ein optimales Getränk.

Heilpflanzen mit einer ausgeprägten Heilwirkung sollte man nur trinken, wenn man in den Genuss der Heilwirkung kommen will. Als Alltagsgetränk sind sie eigentlich nicht geeignet. Davon ist beispielsweise die Kamille und die Pfefferminze betroffen, die beide starke Heilwirkungen haben. Sie werden in jedem Supermarkt als Alltagsgetränk verkauft, aber eigentlich sind sie dafür nicht geeignet.

Ferner gibt es jede Menge Heilpflanzen mit einer mehr oder weniger starken harntreibenden Wirkung, beispielsweise Brennnessel oder Birkenblätter. Sie werden aus diesem Grund besonders gerne zum Abnehmen und Entschlacken empfohlen. Das ist aber eigentlich paradox, denn aus dem gleichen Grund wird von Kaffee und Schwarztee abgeraten. Wenn man viel starken, harntreibenden Kräutertee trinkt, kann er zum Wasserräuber werden.

Harntreibende Kräuter sollte man daher möglichst in Mischtees trinken, bei denen nicht alle Kräuter harntreibend wirken. Außerdem sollte man den Tee nicht zu stark machen, denn dann nimmt man auch genügend Flüssigkeit zu sich. Zusätzlicher Genuss von reichlich Wasser wäre zum empfehlen, denn dann hat der Körper genug Wasser zum Ausscheiden.

Früchtetees sind für die meisten Menschen unproblematisch. Aber wenn man viel davon trinkt, kann es durch die ausgeprägte Säure zu Sodbrennen kommen.

Als Alltagsgetränk in größeren Mengen eignen sich vor allem Mischtees, bei denen die Wirkung einzelner Kräuter nicht so sehr zum Tragen kommt.

Günstige Kräuter als Hauptbestandteil solcher Haustees sind beispielsweise Lemongrass, Verbene oder Roibusch.

Limonaden / Softdrinks

Süße Limonaden und Cola-Getränke sind bei vielen Menschen die Hauptursache für ihr Übergewicht.

Die ganze Klasse der Softdrinks enthält  große Mengen Zucker, oft sogar den schädlichen Fruchtzucker (Maissirup).

Da man von den Softdrinks meistens nicht nur ein kleines Gläschen nippt, sondern größere Mengen trinkt, kommen schnell gigantische Kohlenhydrat- und Kalorienmengen zusammen.

Unglücklicherweise machen Softdrinks auch nicht satt, vor allem nicht, wenn sie mit Fruchtzucker gesüßt werden. Man trinkt also zusätzlich zu den Mahlzeiten immer mehr und merkt gar nicht, dass die Getränke eine nährende Wirkung haben.

In flüssiger Form wirken Kohlenhydrate übrigens besonders schnell und intensiv. Hier wird die Insulinreaktion schnell zu einem echten Problem.

Auch Light-Softdrinks bringen keine Lösung, denn sie sind mit Süßstoff gesüßt. Süßstoff fördert den Appetit, sodass man infolgedessen mehr isst.

Menschen, die regelmäßig Lightgetränke trinken, werden häufig dicker als Menschen, die die gleiche Menge zuckerhaltige Softdrinks trinken.

Am besten gewöhnt man sich Softdrinks vollständig ab und gönnt sie sich nur noch zu besonderen Gelegenheiten, beispielsweise bei einer langen Radtour.

Säfte

Fruchtsaft gilt im Allgemeinen als sehr gesund. Die Assoziation mit dem gesunden Obst, das so sehr beim Abnehmen helfen soll, wirkt sich stark auf das Image des Fruchtsaftes aus.

Doch Säfte sind im Prinzip hochkonzentrierte Extrakte des Obstes. Schon ein kleines Glas Fruchtsaft beinhaltet einen ganzen Berg Obst, den man befreit von den meisten Ballaststoffen schnell runtertrinken kann.

Weil so viel Obst im Fruchtsaft enthalten ist, sind auch entsprechend viele Kohlenhydrate im Fruchtsaft enthalten. Obst ist nämlich schon für sich genommen relativ kohlenhydratreich. In flüssiger Form als Saft wirken sich die Kohlenhydrate noch stärker auf den Insulinspiegel aus als in fester Form als Obst.

Apfelsaft und Orangensaft, als typische Säfte, haben sogar etwas mehr Kalorien als Cola-Getränke.

Ebenso wie Softdrinks machen Säfte nicht satt, zumindest nicht passend zu ihrem Kaloriengehalt.

Wenn man Abnehmen will, sollte man daher nicht regelmäßig Säfte trinken.

Besser ist es, das Obst zu essen und Wasser zu trinken. Dann hat man unterm Strich eine bessere Sättigungswirkung bei weniger Kalorien und Kohlenhydraten.

Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränke sind für das Abnehmen übrigens noch ungeeigneter als reiner Fruchtsaft. Sie enthalten nämlich weniger Fruchtanteil und dafür künstlich zugefügten Zucker.

Schorle

Viele Abnehmwillige trinken regelmäßig Fruchtsaft-Schorle, weil das kalorienärmer als reiner Fruchtsaft ist.

Diese Überlegung ist natürlich richtig. Eine Schorle, bei der nur die Hälfte des Saftes verwendet wird und ansonsten Mineralwasser, hat auch nur die Hälfte der Kalorien.

Wenn man davon aber sehr viel trinkt, können dennoch eine Menge Kalorien zusammenkommen.

Ein Liter Apfelsaftschorle hat beispielsweise etwa 240 kcal. Einzeln für sich genommen ist das nicht sehr viel. Aber wenn man jeden Tag einen Liter davon trinkt, kommen im Jahr 87.600 kcal zusammen. Daraus ergeben sich 12,5 kg Körperfett.

Gegen ein Glas Schorle hin und wieder, ist jedoch nichts einzuwenden.

Alkoholische Getränke

Alkoholische Getränke sind sehr ungünstig für die schlanke Linie.

Alkohol enthält nämlich 7 Kilokalorien pro Gramm.

Das ist deutlich mehr als bei Kohlenhydraten und Proteinen (beide 4,1) und nur etwas weniger als bei Fett (9,3).

Bei vielen alkoholischen Getränken kommen außerdem noch Kohlenhydrate hinzu, beispielsweise bei Bier und bei süßem Wein.

Hin und wieder ein Gläschen Wein oder Bier sind durchaus akzeptabel, auch wenn man abnehmen will.

Aber der regelmäßige Genuss von alkoholischen Getränken kann das Abnehmen erheblich behindern. Von den anderen schädlichen Auswirkungen regelmäßigen Alkoholgenusses abgesehen.

Jemand, der täglich eine 0,5 l Flasche Bier getrunken hat und diese künftig weglässt, spart täglich 220 kcal ein. Das ergibt einen jährlichen Gewichtsunterschied von gut 11 Kilogramm.

Bier hat außerdem für Frauen am Anfang der Wechseljahre einen erheblichen Nachteil. Der Hopfen im Bier enthält nämlich reichlich Phytoöstrogene. Außerdem gibt es Wirkstoffe im Bier, die die Progesteron-Produktion hemmen. Eine Östrogen-Dominanz wird durch Bier also erheblich verstärkt. Das kann eine spürbare zusätzliche Gewichtszunahme bedeuten.

Aber auch hier gilt wieder: Probleme entstehen hauptsächlich durch den regelmäßigen Genuss. Hin und wieder eine geringe Menge Bier oder Wein stellen für die meisten Menschen kein Problem dar.

Wasser

Wasser ist der beste Freund von abnehmwilligen Frauen.

Mit Wasser kann man in erster Linie seinen Durst stillen und das auch noch ohne jegliche Kalorien.

Viele Menschen haben Durst und interpretieren diesen Durst als Hunger. Die Folge ist, dass sie essen anstatt zu trinken, was zu Übergewicht führen kann.

Um diese Problematik zu verhindern, kann man sich angewöhnen, immer wenn man Hunger verspürt, erst mal ein Glas Wasser zu trinken.

Das Wasser hilft dann gegen den Durst und hilft auch, wenn man eigentlich nur Appetit und keinen richtigen Hunger hat. So kann Wassertrinken auch sehr gut gegen Heißhunger helfen.

Auch vor einer Mahlzeit kann Wassertrinken helfen, mit einer kleineren Portion auszukommen. Das Wasser füllt dann schon mal ein wenig den Magen, man wird also schneller satt durch die folgende Mahlzeit. Zwar verlässt das Wasser den Magen auch schnell wieder, aber bis dahin setzt dann auch das volle Sättigungsgefühl ein, das erst mit zwanzig Minuten Verzögerung voll wirkt.

Der Genuss von kaltem Wasser soll sogar eine gewisse Kalorieneinsparung bringen, weil der Körper Energie verbraucht, um das Wasser auf Körpertemperatur zu bringen.

Wenn man genug Wasser trinkt, verbessern sich die Fließeigenschaften des Blutes. Alle Körperzellen, vor allem auch das Gehirn werden so besser mit Nährstoffen versorgt. Es wirkt daher belebend und anregend.

Das Gehirn bedankt sich für die verbesserte Versorgung, indem es Endorphine ausschüttet. Man kann also durchaus sagen, dass Wassertrinken glücklich macht.

Wasser ist fast das einzige Nahrungsmittel, das man in nahezu unbegrenzter Menge genießen kann, wenn man abnehmen will.

Das einzige Limit beim Wasser liegt darin begründet, dass man beim Ausscheiden des überschüssigen Wasser auch immer Mineralstoffe ausscheidet. Wenn man sich normal salzig ernährt, stellt das bei normalen Wassermengen (bis ca. 3 Liter pro Tag), kein Problem dar.

Wenn man jedoch erheblich mehr als drei Liter pro Tag trinkt, beispielsweise weil es heiß ist, man viel Sport treibt, oder man viel Heißhunger mit Wasser bekämpfen will, dann braucht man zusätzliche Salze. Im Allgemeinen reicht es, einem Liter Wasser eine kleine Prise Meersalz beizugeben. Für die Magnesium-, Calcium- und Kalium-Versorgung kann man entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nehmen oder mineralstoffreiche Nahrung essen, z.B. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Milchprodukte.

Welche Art von Wasser man trinkt, spielt keine wesentliche Rolle.

Man kann Sprudelwasser, stilles Mineralwasser oder einfaches Leitungswasser trinken.

Sprudelwasser kann in größeren Mengen zu Sodbrennen führen.

Mineralwasser hat den Vorteil, dass es je nach Zusammensetzung der Mineralien, weniger potentielle Probleme mit Mineralstoffmangel gibt.

Leitungswasser hat den Vorteil, dass man es nicht schleppen muss und dass es sehr preiswert ist im Vergleich zu Flaschenwasser.

In Deutschland hat Leitungswasser fast überall eine hohe Qualität und ist zum Trinken geeignet. In einigen Gegenden und Häusern gibt es jedoch alte Bleileitungen. Dort ist Leitungswasser nicht zum Trinken geeignet.

Wasser lieben lernen

Wer an Getränke mit Geschmack gewöhnt ist, mag oft kein Wasser.

Durch den fehlenden Süßgeschmack hat man das Gefühl auf etwas wichtiges verzichten zu müssen.

Dieses Gefühl ist durchaus nachvollziehbar, denn süße Getränke enthalten ja Kalorien und der Körper versucht, so viel wie möglich davon zu bekommen.

Man kann sich aber sehr gut an Wasser gewöhnen. Nach einer Weile schmeckt es köstlich frisch und hinterlässt ein gutes Gefühl von gestilltem Durst.

Durch die Endorphin-Ausschüttung nach Wasser-Genuss wird man sogar glücklich.

Bis man sich durch Wassertrinken zufrieden fühlt, braucht man jedoch oft ein wenig Geduld. Man muss dem Wasser also eine Chance geben, sich zu bewähren.

Wenn es am Anfang schwer fällt, Wasser statt Softdrinks zu trinken, kann man sich bei jedem Glas Wasser bewusst machen, dass es ein wichtiger Beitrag für eine schlanke Figur ist.













































Home   -   Up