Insulin-Resistenz

  
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Eine Insulin-Resistenz tritt häufig auf, wenn man schon ein gewisses Übergewicht angesammelt hat, vor allem im Bauchbereich.

Sie ist einer der Gründe, warum Abnehmen schwieriger ist als schlank bleiben.

Um die Insulinresistenz zu verstehen, muss man zunächst die Wirkungsweise des Insulins kennenlernen.

Das Insulin dient in erster Linie dazu, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Es wird in der Bauchspeicheldrüse von den sogenannten Inselzellen hergestellt, was ihm zu seinem Namen verholfen hat.

Nach einer kohlenhydratreichen (Zucker oder Stärke) Mahlzeit, befindet sich vermehrt Zucker im Blut, der sogenannte Blutzuckerspiegel.

Ein gewisser Blutzuckerspiegel ist notwendig zum Überleben, denn durch den Blutzucker werden die Körperzellen ernährt, allen voran das Gehirn.

Der Blutzuckerspiegel sollte jedoch weder zu hoch noch zu niedrig werden.

Damit der Blutzuckerspiegel nicht zu hoch wird, gibt es das Insulin.

Insulin sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut entfernt und in die Körperzellen eingeschleust wird. Zunächst wird der Zucker in den Speicherstoff Glykogen umgewandelt und in der Leber und den Muskelzellen gespeichert. Glykogen dient als Kurzzeit-Energiespeicher, um beispielsweise die Zeiten zwischen den Mahlzeiten oder ausgedehnte sportliche Leistungen abzupuffern.

Wenn die Glykogenspeicher voll sind, wird weiterer überschüssiger Blutzucker in die Fettzellen gebracht und zu Fett umgewandelt. Es dient dort als Mittel- und Langzeitspeicher.

Außerdem bremst Insulin den Abbau von Fettzellen, denn es ist ja durch den Blutzucker genügend Energie direkt im Blut vorhanden. Das dient dazu, dass sich die Muskeln bei der Bewegung aus dem Blut bedienen sollen, um sich mit Energie zu versorgen. Auf diese Weise wirkt auch Bewegung senkend auf den Blutzuckerspiegel.

Für das Abnehmen ist es jedoch ungünstig, dass Insulin den Abbau der Fettzellen bremst. Der Fettabbau wird zwar nicht vollständig gebremst, sondern nur zu etwa einem Drittel, aber auch das wirkt störend beim Abnehmen. Die Bremswirkung hält etwa drei bis sechs Stunden vor. Ihre Intensität hängt naturgemäß von der Menge des Insulins im Körper ab. Je mehr Insulin, desto stärker die Fettabbau-Bremse.

Dies ist der Grund, warum heutzutage längere Pausen zwischen den Mahlzeiten empfohlen werden und eine Reduktion der Kohlenhydratmengen, vor allem abends.

Allerdings ist Insulin nicht das teuflische Dickmacherhormon, als das es heutzutage von vielen Ernährungsexperten dargestellt wird. Es ist nach wie vor ein lebenswichtiges Hormon, das vom Körper dringend gebraucht wird.

Problematisch wird das Insulin jedoch, wenn die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf das Insulin reagieren. Dann produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin, um den Blutzucker erfolgreich zu senken.

Der Insulinspiegel ist dann nicht nur nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten hoch, sondern auch zwischen den Mahlzeiten, sogar nachts beim Schlafen.

Bei solch einem dauerhaft erhöhten Insulinspiegel verläuft der Fettabbau dauerhaft gebremst, was zu einem erheblichen Abnehmhindernis werden kann.

Aus einer Insulinresistenz kann sich in vielen Fällen eine Diabetes-Erkrankung entwickeln.

Ursache für eine Insulinresistenz ist einerseits eine angeborene Veranlagung dazu. Wenn man außerdem viel Kohlenhydrate isst und sich wenig bewegt, kann die zunächst stumme Veranlagung aktiv werden.

Viel inneres Bauchfett fördert die Entstehung einer Insulinresistenz.

Jedoch nicht alle Menschen mit einem dicken Bauch haben eine Insulinresistenz.

Eine Insulinresistenz lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen, bei der vor dem Frühstück der Insulinspiegel gemessen wird.

Obwohl zur Zeit alle Welt von der Insulinresistenz spricht, wird diese Blutuntersuchung bislang nur selten durchgeführt. Stattdessen wird nur der Blutzuckerspiegel gemessen, was zwar auch eine wichtige Untersuchung ist, aber keine Auskunft über den Insulinspiegel gibt.

Wenn durch die Blutuntersuchung festgestellt wurde, dass man wahrscheinlich eine Insulinresistenz hat, braucht man nicht in Panik auszubrechen.

Durch Reduktion der Süßigkeiten und stärkereichen Nahrungsmittel (z.B. Reis, Brot, Nudeln) und vermehrte Bewegung kann man die Insulinresistenz erfolgreich besiegen.

Eine extrem kohlenhydratarme Ernährung wäre eine übertriebene, möglicherwiese sogar schädliche Maßnahme.

Normale Insulin-Laborwerte

Nachfolgend die normalen Insulin-Blutwerte:

·         Vor dem Frühstück                              4 - 24 pU/ml

·         Nach dem Essen                                  20 - 300 pU/ml













































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