Reaktivierung des Stoffwechsels

  
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Aus dem Teufelskreis der Diäten und des herabgesetzten Stoffwechsels wieder herauszukommen, ist keine einfache Aufgabe.

Doch man kann es schaffen, wenn man versteht, wie der Körper funktioniert. und wenn man ihm gibt, was er braucht, um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln.

Nehmen wir an, die Ausgangssituation wäre ein herabgesenkter Stoffwechsel und Grundumsatz aufgrund von häufigen Diäten. Auch eine Ernährung mit nach und nach immer weniger Kalorien kann den Grundumsatz vergleichbar absenken.

Die tiefe Ursache für diesen abgesenkten Grundumsatz ist der Eindruck des Körpers, dass das Leben eine Serie von Hungersnöten ist.

Nun soll der Stoffwechsel wieder angekurbelt werden, damit der Grundumsatz steigt und das Abnehmen wieder leichter fällt.

Dazu muss dem Körper klargemacht werden, dass keine Hungersnot herrscht und dass auch keine zu erwarten ist.

Man könnte jetzt einfach mehr essen, dann wüsste der Körper, dass keine Hungersnot herrscht. Doch dann würde er vermutlich vorausschauend reagieren und kräftig Fettpolster aufbauen, denn er würde ja mit einer künftigen Hungersnot rechnen.

Kräftige Fetteinlagerungen sind aber gerade nicht das, was man sich von einer Erhöhung des Grundumsatzes erhofft.

Man muss es also anders anpacken.

Als Grundernährung behält man vorübergehend die kalorienreduzierte Ernährung bei, die für den abgesenkten Grundumsatz gesorgt hat.

Ein bis drei Mal in der Woche legt man üppige Tage ein, an denen man deutlich mehr isst. Zwischen den üppigen Tagen sollten immer ein bis zwei Tage mit der spärlichen Grundernährung liegen.

An den üppigen Tagen sollte man vor allem mehr Eiweiße und mehr Kohlenhydrate essen als an den spärlichen Tagen. Die Fettmenge sollte möglichst wenig erhöht werden.

Durch die erhöhte Kalorienmenge an den üppigen Tagen merkt der Körper, dass keine Hungersnot herrscht. Durch die spärlichere Grundernährung bekommt der Körper nicht allzu viele zusätzliche Kalorien, damit er nicht gleich dicke Fettpolster aufbaut.

Die zusätzliche Energie durch die üppigen Tage sollte man nutzen, um durch zusätzlichen Sport seine Muskeln aufzubauen.

Muskeln braucht man nämlich für einen steigenden Grundumsatz.

Damit die Muskeln gut wachsen können, sollte man nicht nur Ausdauersport betreiben, sondern vor allem Krafttraining. Dies kann man in einem Fitnessstudio betreiben oder auch zu Hause (siehe ab Seite 167).

Für das Muskelwachstum ist auch die Erhöhung der Eiweißmenge nötig und für den Ausdauersport braucht man die vermehrten Kohlenhydrate.

Das Wachstum der Muskeln lässt möglicherweise das Gewicht etwas ansteigen, aber die Figur streckt sich und wird straffer. Das kann man auch an den Kleidern sehen oder mit einem Maßband messen.

Bis der Stoffwechsel sich vollständig auf die besseren Zeiten umgestellt hat, kann es Monate dauern. Man braucht also eine Menge Geduld mit sich und seinem Körper.

Sobald die Muskeln genug gewachsen sind, und der Stoffwechsel wieder aktiver ist, wird man langsam anfangen, Gewicht zu verlieren.

Dann kann man allmählich auch an den spärlichen Tagen die Nahrungsmenge steigern. Vor allem die Eiweißmenge sollte gesteigert werden, es sei denn, man ernährt sich sowieso schon sehr eiweißreich.

Wenn man viel Ausdauersport betreibt, kann man auch die Kohlenhydratmenge an den bisher spärlichen Tagen steigern, vor allem morgens und mittags. Abends ist eine kohlenhydratarme Ernährung günstiger, wenn man abnehmen will.

Wer sich bisher sehr fettarm ernährt hat, kann allmählich auch die Fettmenge steigern.

Insgesamt kann man die Nahrungsmenge und die Sportintensität so feinjustieren, dass man ganz langsam abnimmt.

100 bis 500 Gramm Abnehmen pro Woche ist sinnvoll.

Mehr sollte man nicht anstreben, denn sonst wird der Stoffwechsel wieder reduziert, trotz eiweißreicher Ernährung und viel Sport.

Damit der Stoffwechsel weiterhin aktiv bleibt und man die neugewonnene schlanke Figur halten kann, sind auch dauerhaft üppigere Schlemmtage und figurbewusste etwas magere Tage sinnvoll.

Dadurch signalisiert man dem Stoffwechsel immer wieder, dass die Zeiten gut sind (an den Schlemmtagen) und isst dennoch insgesamt nicht allzu viel.

Allerdings sollte man es weder an den Schlemmtagen mit der Völlerei, noch an den mageren Tagen mit der Hungerei übertreiben. Weder Völlerei noch Hungern sind angesagt, wenn man abnehmen oder die Figur halten will.













































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