Schlafmangel

  
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Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter ausgeprägtem Schlafmangel.

Das führt nicht nur dazu, dass die betroffenen Frauen müde sind und sich schlecht konzentrieren können, sondern es fördert auch die Neigung zu Übergewicht.

Aus mehreren Gründen fördert Schlafmangel die Entstehung von Übergewicht.

Zum einem wird bei Schlafmangel vermehrt das Hungerhormon Ghrelin produziert. Dadurch hat man tagsüber vermehrt Hunger und isst meistens auch entsprechend mehr.

Außerdem wird durch Schlafmangel der Sollwert des Blutzuckerspiegels nach oben verschoben. Das bedeutet, dass der Körper einen höheren Blutzuckerspiegel als richtig empfindet. Dadurch werden vermehrt Hungersignale ans Bewusstsein und Unterbewusstsein gesendet, immer dann, wenn der Blutzuckerspiegel vermeintlich zu niedrig ist.

Inwieweit die vermehrte Ghrelin-Produktion und die Erhöhung des Blutzucker-Sollwertes direkt zusammenhängen, ist mir bislang nicht bekannt. Beide Phänomene haben aber letztlich den gleichen Effekt: der Hunger wird verstärkt.

Schlafmangel hat noch durch einen weiteren Mechanismus deutliche Auswirkungen auf die Bildung von Fettpolstern.

Im Schlaf wird mithilfe des Wachstumshormons Somatotropin der Körper repariert und regeneriert. Für diese Reparaturtätigkeit braucht der Körper Energie, die er aus den Fettvorräten bezieht.

Daher trifft es tatsächlich zu, dass man im Schlaf besonders gut abnehmen kann.

Damit genügend Somatotropin hergestellt werden kann, sollte die Abendmahlzeit möglichst viel Eiweiß enthalten.

Kohlenhydrate beim Abendessen sind hingegen eher hinderlich, weil sie durch den Insulinanstieg den Abbau der Fette aus den Fettpolstern blockieren.

Außerdem ist es günstig, wenn das Abendessen zu Beginn der Nachtruhe schon einige Stunden zurückliegt. Der Magen sollte sich beim Einschlafen schon weitgehend geleert haben.

Dann ist die Abnehmwirkung im Schlaf am effektivsten.

Wer unter Schlafmangel leidet, ist außerdem oft müde und kraftlos. Sportliche Aktivität und Alltagsbewegung fallen dann besonders schwer.

Die optimale Dauer des Schlafes ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die meisten Menschen brauchen jedoch acht bis neun Stunden Schlaf, um ausgeschlafen zu sein.

Auch die Qualität des Schlafes spielt eine wichtige Rolle. Er sollte möglichst ungestört sein.

In dieser Hinsicht sind die Schlafprobleme der Wechseljahre natürlich ein erhebliches Abnehm-Hindernis.

Es lohnt sich daher in mehrfacher Hinsicht, die Schlafstörungen ernst zu nehmen und sorgfältig zu behandeln.

Für viele der betroffenen Frauen ist die erfolgreichste Behandlung der Wechseljahrs-Schlafstörungen die Anwendung von Progesteron-Creme und Östrogen-Creme.

Aber auch zahlreiche andere Maßnahmen können den Schlaf fördern:

·         Erst ins Bett gehen, wenn man müde ist.

·         Spätabends nur ruhige Tätigkeiten.

·         Abends das Licht dämpfen, bläuliches Licht meiden.

·         Regelmäßiges Einschlafritual.

·         Langweilige Bettlektüre lesen.

·         Eventuell einen Schlaftee trinken.

·         Bei Schlaflosigkeit nicht zu lange wach liegen bleiben, sondern wieder aufstehen.

·         Für Ruhe im Schlafzimmer sorgen.

·         Für eine günstige Schlaftemperatur sorgen, weder zu warm noch zu kalt.

·         Schafe zählen.

·         Tagsüber Bewegung an frischer Luft macht angenehm müde.

 

Viele Frauen leiden in den Wechseljahren zusätzlich unter Nachtschweiß.

Wenn man im Schlaf sein Nachthemd und die Bettwäsche stark durchgeschwitzt hat, werden die Schlafstörungen noch verstärkt.

Um die Störung durch feuchtgeschwitzte Textilien möglichst kurz zu halten, kann es helfen, Wäsche zum Wechseln bereit zu legen. Für die Decke empfiehlt sich sogar eine zweite frisch bezogene Decke, die griffbereit auf ihren nächtlichen Einsatz wartet. Als Laken kann man sich ein großes Badehandtuch unterlegen, dass man bei Bedarf durch ein bereit liegendes zweites Badehandtuch ersetzt. Dadurch erspart man sich das nächtliche neu Beziehen des Bettes.













































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