Wenn es nicht mehr weiter geht



Erfolgreich abnehmen in den Wechseljahren

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Bei einem Abnehmvorhaben kommt häufig der Zeitpunkt, an dem das Gewicht über Wochen hinweg nicht mehr weiter fällt. Der Abnehmprozess stockt.

Dieses Stocken kann verschiedene Ursachen haben. Entsprechend gibt es auch verschiedene Ansätze, um das Abnehmen wieder in Schwung zu bringen.

Hier folgen einige mögliche Gründe für die Abnehmblockade und Abhilfe dagegen.

Kurzfristiges Stocken der Gewichtsabnahme

Wenn man für ein bis vier Wochen nicht weiter abnimmt, dann kann dies ein ganz natürlicher Stabilisierungsvorgang des Körpers sein.

In diesem Fall ist Geduld angesagt, auch wenn es schwer fällt, sich anzustrengen und trotzdem nicht weiter abzunehmen.

Wenn die Abnehmpause über vier Wochen hinweg weiter besteht, wird es Zeit, seine Abnehmmaßnahmen zu überprüfen.

Stocken schon nach ein bis zwei Wochen

In den ersten Wochen geht das Abnehmen leichter, weil Wassereinlagerungen abgebaut werden und der Darm sich leert.

Wenn es danach nicht weitergeht, hilft ein Finetuning der Ernährung und vermehrter Sport.

Stocken durch eingeschlichene Ernährungsfehler

Im Laufe der Zeit schafft es unser Unterbewusstes oft, sich an verschiedenen Ecken wieder mehr kalorienreiche Nahrungsmittel zu ergattern (siehe Seite 142).

Hier hilft ein Finetuning der Ernährung.

Stocken durch nachlässigeren Sport

Nach einer ersten Phase mit hoher Motivation wird der Sport manchmal etwas lustloser ausgeübt. Selbst bei gleichbleibender Häufigkeit und Dauer des Trainings ist der Sport dann weniger wirkungsvoll.

In diesem Fall hilft es, mit neuem Schwung die Bewegung wieder zu intensivieren. Schauen Sie sich eventuell nach neuen, interessanten Sportarten und Herausforderungen um.

Stocken durch Muskelwachstum

Wenn man viel Sport treibt, insbesondere Kraftsport, und nimmt nicht ab, oder gar zu, dann kann das am Muskelwachstum liegen.

Muskeln sind schwerer als Fett. Daher wiegt man mehr, wenn die Muskeln wachsen. Das bedeutet, dass man durchaus Fett verlieren kann, auch wenn das Gewicht konstant bleibt.

In diesem Fall braucht man Geduld mit sich und seinem Körper.

Wenn die Muskeln erst einmal genug gewachsen sind, dann sorgen sie für umso schnellere Gewichtsabnahme.

Stocken durch Gewöhnung des Körpers

Der Körper gewöhnt sich nach einer Weile an eine verringerte Energiezufuhr durch die Nahrung.

Wenn die Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport nur eine geringe Differenz zwischen Energiezufuhr und Verbrauch ergeben hatte, dann kann die Gewöhnung die Differenz zum Schmelzen bringen. Dann nimmt man nicht mehr weiter ab.

Hier hilft ein Finetuning der Ernährung und intensivierter Sport.

Stocken durch zu wenig Nahrung

Nicht nur zu viel Nahrung, sondern auch zu wenig Nahrung können das Abnehmen blockieren.

Durch zu geringe Nahrungszufuhr wird der Stoffwechsel verlangsamt.

Es kann zu einem schleichend einsetzenden Hungerstoffwechsel kommen (siehe Seite 84).

In diesem Fall hilft eine Reaktivierung des Stoffwechsels (siehe Seite 88).

Stocken durch hormonelle Veränderungen im Körper

Im Verlauf der Wechseljahre kann sich die hormonelle Situation immer wieder ändern.

Hormonelle Veränderungen, die das Abnehmen verhindern, könnten beispielsweise sein:

·         ein verstärkter Progesteronmangel,

·         eine Schilddrüsenhormoninsuffizienz durch Progesteronmangel,

·         eine Schilddrüsenunterfunktion.

 

Wenn man den Verdacht hat, dass einer oder mehrerer dieser Punkte zutreffen, sollten Sie erneut den Arzt aufsuchen und eine Blutuntersuchung durchführen lassen.

Finetuning der Ernährung

In mehreren Fällen von Abnehmblockade hilft ein Finetuning der Ernährung.

Damit ist folgendes gemeint:

·         Fragen Sie sich, in welchen Bereichen der Ernährung sich kleine Extras eingeschlichen haben (siehe Seite 142).

·         Überlegen sie, in welchen Bereichen Ihrer Ernährung Sie sich noch zu kalorienreich ernähren. Typische Beispiele hierfür: Süßigkeiten, süße Getränke, fetter Käse, fette Wurst. Streichen oder reduzieren Sie diese Bereiche.

·         Ersetzen Sie kalorienreiche Nahrungsmittel durch ähnliche kalorienärmere Nahrungsmittel.

·         Streichen Sie Zwischenmahlzeiten, die Sie nicht unbedingt brauchen.

·         Probieren Sie neue Obst- und Gemüsearten, die Sie bisher noch nicht regelmäßig gegessen haben.

 

Das Ganze heißt Finetuning, weil es um eine Feineinstellung geht.

Eine Verzichtsaktion mit dem Holzhammer ist nicht sinnvoll, denn das führt langfristig zu Frust und Verweigerung der umgestellten Ernährung.

Wenn man sich schrittweise umstellt, dann ändert sich nach und nach auch der Geschmack und die Umstellung fällt leicht.




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